Fragen und Antworten zum Energiemanagement und Einsparpotenzial

 

Allgemein:
Energiemanagement EMAN nutzt die physikalisch möglichen Spareffekte und lässt sich über die Funkdatenerfassung optimal an das Gebäude anpassen.
EMAN ist eine kostengünstige Regelung, die zweckmäßig eine vorhandene Heizanlage erweitert. Ein Austausch des Wärmeerzeugers ist nicht notwendig, außer es sprechen andere Gründe dafür. Ohne Austausch kann das Einsparpotenzial der Regelung besser dargestellt werden.
EMAN verfügt über die universelle Schnittstelle A2REL, welche jederzeit die Einbindung eines älteren Wärmeerzeugers über Relais oder moderneren Wärmeerzeugers über Analogsteuerung erlaubt.

 

Wo kann eine EMAN-Einzelraumregelung eingesetzt werden ?
Vorzugsweise dort, wo ein unregelmäßiger Wärmebedarf besteht und einzelne Räume zu unterschiedlichen Zeiten genutzt werden; also in Kirchen- und Gemeindezentren, Schulgebäuden und Museen (öffentliche Gebäude).
Stichwort: Bedarfsgerechte Wärmebereitstellung.

 

Wie kann ich generell den Heizenergieeinsatz beeinflussen ?
Physikalische Grundlage vereinfacht: Der Wärmestrom durch die Gebäudehülle ist proportional zur Temperaturdifferenz innen ↔ außen; die Zeitdauer dieser Differenz bestimmt den dafür aufgewendeten Energieeinsatz.
Also lässt sich bei gegebener Gebäudestruktur Energie einsparen durch:
  1. Mehrfachnutzung eines schon temperierten Raums
  2. Reduktion der Absenktemperatur
  3. Verlängerung der Nutzungspausen
  4. Reduzierung von Stillstandsverlusten

 

Was benötige ich dazu ?
Der erste Punkt ist durch Absprache mit den beteiligten Gruppen lösbar, die folgenden Punke sind Aufgaben eines elektronischen Reglers:
  • Er steuert die Aufheizung so, dass zu Beginn der Nutzungszeit die gewünschte Temperatur jedes einzelnen Raums erreicht ist
  • Rechzeitig vor Beendigung der Nutzungszeit reduziert er die Wärmeabgabe in speichernde Bauteile entsprechend ihrer Speicherzeitkonstante (Fußboden, Wandheizkörper)
  • Er nimmt Rücksicht auf kritische Bauteile (Orgel, Kunstwerke, …)
  • Er erlaubt Spontanheizung oder Verlängerung des Heizintervalls bequem vom Raum aus
  • Die Bedienung – Eingabe von Nutzungszeiten - ist einfach und selbsterklärend
  • Systemoptimierung durch Funkdatenübertragung auf unseren Server und bei Bedarf Nachführung der Parameter
  • Gebäudeanbindung zukünftig via Web, falls Infrastruktur vorhanden (WLAN, LAN) (=> ggf,. korrigieren). Damit können Nutzer eigenständig die Nutzungsplanung übernehmen; der Einsatz eines Hausmeisters, Mesners etc. ist nicht mehr erforderlich.

 

Wie hoch wird die Einsparung sein ?
Das hängt stark von der bisher üblichen Vorgehensweise ab.
Wurde das Gebäude bisher wie ein Wohnhaus mit einer Nachtabsenkung von wenigen Grad betrieben, wird die Verbrauchsminderung erheblich sein.
Hat der Betreiber durch intensiven Personaleinsatz alle Möglichkeiten berücksichtigt (Heizung nur der benötigten, weitgehende Absenkung nicht benötigter Räume) wird die Ersparnis etwas geringer ausfallen, aber dafür der Bedienkomfort erheblich steigen.
Die folgenden Punke kann nur ein Regler erfüllen, der als Grundlage seiner Entscheidung Parameter verarbeitet wie: Außentemperatur, Kessel-, Vorlauf- und Raumtemperaturen, ggf. Luftfeuchtigkeit, damit:
  • Optimierung der Anheizzeit
  • Abschaltung von Kessel und Pumpen, wenn keine Wärmeanforderung vorliegt, damit Minimierung elektrischer und heizenergetischer Stillstandsverluste 
  • Einfaches Management der Bedarfszeiten
Ein Beispiel: In Verbindung mit einem neuen Kessel wurden in einer Backnanger Kirchengemeinde Einsparungen von 45 % erzielt.

 

Wie wird sichergestellt das die Regelung optimal arbeitet ?
Wir bieten die Möglichkeit einen Datenlogger einzusetzen (vorübergehend oder dauerhaft), der alle erforderlichen Daten zur Auswertung zu uns sendet. Im Gegenzug ist eine nachträgliche Optimierung der Parameter möglich. Zudem können die Funktionen der Geräte überwacht werden und z.B. ein Batteriewechsel der Raumterminals dem Kunden empfohlen werden.

 

Können regenerative Energien in die Regelung mit einbezogen werden ?
In der zukünftigen Version für Ein- und Mehrfamilienhäuser ist dies ein wesentliches Merkmal, um eine gesamtoptimierte Regelung zu erreichen.

 

Was sind die Voraussetzungen für den Einsatz eines EMAN ?
Die Anlage muss hydraulisch stabil arbeiten. Ein hydraulischer Abgleich wird vorausgesetzt. Sollte der Abgleich nicht vorhanden sein, unterstützen wir sie bei der Durchführung.
Der Wärmeerzeuger sollte ausreichend dimensioniert sein, um im ungünstigsten Betriebsfall – tiefste Außentemperatur, Aufheizung aller vorhandenen Räume – die erforderliche Heizleistung zu erbringen. Alternativ können Räume vorrangig bedient werden um gegebenenfalls die vorhandene Leistung optimal zu verteilen.

 

Was erleichtert den Einsatz eines EMAN ?
Das System ist funkbasiert und damit für Bestandsbauten optimal einsetzbar; Stemm- und Putzarbeiten sind kaum erforderlich. Die Raumtemperaturerfassung ist zudem batteriegespeist, so dass dafür ein Stromanschluss entfällt

 

Wie können die variierenden Raumbelegungen gemanagt werden ?
Über einen PC und einer auf HTML basierenden Benutzeroberfläche können die Raumbelegungszeiten (Tage, Wochen, Monate, Ferien) festgehalten werden. Die Übertragung auf den EMAN erfolgt über USB, Ethernet oder Internet.

 

Können außer der Temperatur auch die Feuchtigkeit in die Regelung einbezogen werden, um Werte zu schützen ?
Optional kann der relative Luftfeuchtigkeit im Innen- und Außenbereich mit erfasst werden, um die Aufheizung und die Lüftung von Räumen zu überwachen und zu steuern.

 

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